Vorberichte
Quelle: LVZ Muldental 03.11.2010
Quelle: Sonntags Wochen Blatt 07.11.2010
Quelle: LVZ Muldental 12.11.2010
Quelle: LVZ Muldental 13.11.2010
Nachberichte
Quelle: LVZ Muldental 15.11.2010
Quelle: LVZ Muldental 16.11.2010
Quelle: Sonntags Wochen Blatt 21.11.2010
46 Fahrer von ursprünglich 62 starteten letztlich zum schwersten Extremenduro Deutschlands. Da ich erst so spät genannt hatte durfte ich mit der #56 von ganz hinten Starten. Man hatte 2 Stunden Zeit für die 12 km lange Runde.11 Uhr der Erste und 2 weitere jede Minute.Die Jungs von SHC-Meletwitz hatten sich viele schöne knifflige Passagen einfallen lassen. Das Wetter passte auch, kein Regen, warm und windig. Gestartet lies ich es relativ ruhig angehen und konzentrierte mich immer auf die Hindernisse. Steile Auf- und Abfahrten, Kanalrohre, große Reifen mit Kanalrohren oben drauf, Bahnschwellen und Steinfelder säumten den Weg bis zum Löschwasserbecken (siehe Bild). Dort war erstmal warten angesagt, überholen ging nicht, was den Vorteil hatte das man sich erstmal die Anderen anschauen konnte wie sie sich zum Obst machten um es selbst dann besser zu machen.
Durch schönes schweres Gelände ging es bis zum Kieselsteinweg, welches die „no help zone“ war. Nach gefühlten 10 Minuten anstehen ging es dann Kräfte raubend und Unterbodenschutz zerkratzend drüber. Erschöpft weiter über die Spielstrasse mit dem Reifenhinderniss, ein paar schöne Auf- und Abfahrten bis zum Hillclimbinghang, wo ich angeblich einer von 2 Fahrern gewesen wäre die es beim ersten Versuch geschafft haben. Wer braucht schon mehr als 125 ccm? Nach weiteren Gemeinheiten, wie schräg am Hang entlang oder über eine schmale Brücke über ein Klärbecken musste man vor dem Ziel ein Teil der Runde nochmal fahren um dann nach 1:08 min das Ziel zu erreichen. Der 7.Platz am ende war mir dann auch ziemlich egal, durch die Staus war eh nicht viel mehr drin. Ich war eher überrascht, dass ich so ziemlich alles beim ersten Mal geschafft habe.
Nächstes Jahr dürfte ich ja dann weiter vorne Starten und so sind die Chancen besser.
Jetzt ist erstmal Schluss mit Rennen fahren für dieses Jahr, Melz Exdrähm war genau der richtige Abschluss dafür
Tschau
Quelle: Martin Kradorf http://www.offroadsport-sachsen.de/
mein bericht zum melz:
am morgen auf der anfahrt hat es die ganzen 2h stark geregnet, ich dachte wenn das in meltewitz auch so ist - gute n8 - .
angekommen, kein regen, himmel zeigt wolkenlücken - toll, musste jetzt nur noch bis rennende so bleiben ... gewässert war die strecke von den vortagen und der nacht eh genug.![]()
gleich nach dem start habe ich mich auf der ersten betonröhre nach vorn überschlagen
, zum glück langsam, die waren doch etwas höher als gedacht.
das war der erste wachklopfer, brachte mir aber auch einen unsicherheitsgefühl ... dann lief es bis zum ersten reifenhindernis gut. vor dem teil hatte ich wohl zu viel respekt und habe mich
natürlich gleich wieder voll ausgebreitet.

ich dachte wenn das so weiter geht komme ich keine halbe runde um den kurs. mit zitternden armen aber auch etwas wut im bauch
führ ich weiter ... am becken lief ich auf die ersten vor mir gestarteten auf die mich freundlich vorbei winkten (danke
jens östreich) um dann an der kleinen auffahrt nach dem becken erstmal zu verkacken. ein helfer hat mich dann hoch gelupft.
bis zum großen nohelp steinfeld ging es dann ganz gut weiter. dort angekommen sah ich u.a. holzer in der mitte, dort aber erstmal hinkommen

mit viel würgen, zerren, schieben, drücken, wuchten und unheimlichen kraftaufwand habe ich mich dort durch gequält, unten hat es öfter mächtig geknirscht aber dank hyde alles in ordnung.
![]()
ich war dann schon ziemlich platt was auf der platte mit der spielstraße nicht besser wurde da ich bereits meinen trinkrucksack geleert hatte. ich kam dort aber einigermaßen gut durch.
am ende vom steinernen pfad hatte ich das moped dann etwas blöd zwischen einem brocken und baum eingekeilt wobei die befreiung nochmal unheimlich kraft kostete. dort riefen dann paar zuschauer zu
mir runter "warum ich keinen e-starter hätte" und "ist wohl jetzt scheiße ohne"
(ja war wirklich scheiße in dem moment) weil die kiste 3x aus ging und ich kicken musste ... pah egal
, weiter ...
bis ca. 2m vor das ende das hillclimb hanges gequält, dann hochgezogen worden und meine rettung - eine flasche wasser in einem zug fast geleert merkte ich wie langsam wieder etwas motivation und
energie zurück kam.
ein stück weiter am stufenhang kam mir plötzlich holzer entgegen , ich musste es natürlich erstmal nach machen
. im zweiten versuch ging es dann rauf.
jetzt hieß es nochmal gas denn irgendwie waren nur noch wenige (2?) spuren vor mir ...
vor dem klärbecken konnte ich noch einen fahrer überholen um ihn dann erstmal im geländer hängen bleibend zu blockieren 
zurück bis zum start konnte ich mich etwas absetzen .
bis zum ziel war aber nochmal der anfang der runde über meine angsröhren und das reifenhindernis zu fahren
, dieses mal klappte es aber und das obwohl holzer von hinten nochmal mächtig druck machte ![]()

endlich im ziel und ziemlich fertig aber glücklich und überrascht das da nur dirk peter stand.
gewonnen hat nach vorläufigem ergebnis michael günther (repekt!) der etwas später gestartet war aber saustark gefahren ist - vor mir, dirk grocholski, dirk peter und holzer ...
ich möchte hiermit allen verantwortlichen, helfern, streckenposten und denen die ich jetzt vergessen habe für ihren einsatz mit dem so eine tolle extrem-veranstaltung möglich wird danken,
besonders natürlich holzer und mhb!
an alle teilnehmer die den mut hatten dort anzutreten und sich vor allem
dann auch noch so weit es ging durch zu kämpfen!
irgendwie fehlten ja einige aus der starterliste ...
wer es sich mal so richtig besorgen möchte - dem kann ich dazu auch das melz exdrähm sehr empfehlen!
ps: der hyde hat damit seine feuertaufe bei mir sehr erfolgreich bestanden, meine birne hat keinen kratzer und das bei den brocken und unmengen an betonrohren etc pp ...
Quelle: artus aus http://www.offroadforen.de/